Vertrauen zu Gott

Und er sprach: „Das Reich Gottes ist so, wie wenn ein Mensch Samen aufs Land wirft und schläft und steht auf Nacht und Tag; und der Same geht auf und wächst, ohne dass er’s weiß. Denn die Erde bringt von selbst Frucht, zuerst den Halm, danach die Ähre, danach den vollen Weizen in der Ähre.“ (Markus 4, 26-28)

Die Predigt zu diesem Bibelwort von Pfarrerin Bettina Sperl

Die Zeit drängte. Morgen mittag soll ich die Arbeit eingeschickt haben. Aber ich komme nicht weiter. Ich bin einfach zu müde. Heute denke ich: Es war einer meiner besten  Entschlüsse  einfach ins Bett zu gehen  und zu schlafen. Ob sich nachts das Problem in meinem Kopf selbst entwirrt hat.  Ob der liebe Gott Erbarmen hatte mit mir?Ich weiß es nicht. Tatsache war: Am nächsten Morgen  konnte ich die Arbeit  zügig zu Ende bringen. Als hätte es nie ein Problem gegeben.

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Von der Kraft der Träume

Am Ende der Tage wird es geschehen: Der Berg mit dem Haus des Herrn steht fest gegründet als höchster der Berge; er überragt alle Hügel. Zu ihm strömen die Völker. Viele Nationen machen sich auf den Weg. Sie sagen: Kommt, wir ziehen hinauf zum Berg des Herrn und zum Haus des Gottes Jakobs. Er zeige uns seine Wege, auf seinen Pfaden wollen wir gehen. Denn von Zion kommt die Weisung, aus Jerusalem kommt das Wort des Herrn.
Er spricht Recht im Streit vieler Völker, er weist mächtige Nationen zurecht [bis in die Ferne]. Dann schmieden sie Pflugscharen aus ihren Schwertern und Winzermesser aus ihren Lanzen. Man zieht nicht mehr das Schwert, Volk gegen Volk, und übt nicht mehr für den Krieg. Jeder sitzt unter seinem Weinstock und unter seinem Feigenbaum und niemand schreckt ihn auf.
(Micha 4,1–4)


VON JUTTA MÜLLER-SCHNURR

Wo träumt ihr am liebsten? Und von was?

Letzte Woche, im esg-Garten im Liegestuhl, bei einem Tässchen Kaffee und Irmis leckerem Kuchen – da träumte es sich gut. Vom Sommer. Vom Ende des Semesters, das kaum begonnen hat, vom süßen, faulen Leben, nichts mehr erledigen zu müssen – einfach herrlich … und gefährlich, denn wie schnell verträumt man sich da und verpasst das Seminar, zu dem man doch eigentlich unbedingt gehen wollte, verpasst die Arbeitsgruppe, die auf mich, meinen Input, meine Fragen wartet, ja wie schnell verpasst, verträumt man da das Leben, das Studium, die Arbeit, für die wir doch eigens hierher nach Bamberg gekommen sind.

Träume sind gefährlich. Weiterlesen

Der Maler

Am Ende der Straße, wo die Sternschnuppen hinfalln,
da steht ein buckliges Häuschen im Wind.
Hier wohnte der Maler Francesco bescheiden
mit der Freundin Henriette und dem Malzeug im Spind.

Oft waren die beiden verzweifelt und hungrig,
denn ihre Taschen warn leer wie ein Loch.
Dann malte er ihr sowas kleines, verrücktes
und mit knurrenden Mägen lachten sie doch.

Einmal, als ihnen fast schwarz war vor Augen,
malte Francesco ein duftiges Brot
und auf das Tischtuch den Milchkrug, die Früchte.
Sie aßen und tranken, vorbei war die Not. Weiterlesen