Der Maler

Am Ende der Straße, wo die Sternschnuppen hinfalln,
da steht ein buckliges Häuschen im Wind.
Hier wohnte der Maler Francesco bescheiden
mit der Freundin Henriette und dem Malzeug im Spind.

Oft waren die beiden verzweifelt und hungrig,
denn ihre Taschen warn leer wie ein Loch.
Dann malte er ihr sowas kleines, verrücktes
und mit knurrenden Mägen lachten sie doch.

Einmal, als ihnen fast schwarz war vor Augen,
malte Francesco ein duftiges Brot
und auf das Tischtuch den Milchkrug, die Früchte.
Sie aßen und tranken, vorbei war die Not. Weiterlesen

Die Zehn Gebote der Gelassenheit

I

Nur für heute will ich mich mühen, den heutigen Tag zu leben, ohne gleichzeitig an alle Probleme meines Lebens zu denken.

II

Nur für heute will ich mich um mein Auftreten sorgen, ich will niemanden kritisieren, will niemanden korrigieren – nur mich selbst.

III

Nur für heute werde ich in der Gewissheit glücklich sein, dass ich für das Glück geschaffen bin – nicht für die andere, sondern auch für diese Welt. Weiterlesen